Fr, 25. Juli bis So, 5. Oktober 2014
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Felix Droese - Schenkung Hölderlin-Säule

Geld oder Leben. Drucke vom Holz / Druckstöcke 1994–2014
Der Anlass für die neue Ausstellung des Städtischen Kunstmuseums Spendhaus Reutlingen mit Felix Droese (*1950) ist die Präsentation einer Schenkung. 2012 übereignete ein privater Sammler dem Kunstmuseum die siebenteilige Skulptur Hölderlin-Säule aus Eichenholz, die als eines der Schlüsselwerke des Beuys-Schülers gilt, sowie die zugehörige Holzschnittedition. Gleichzeitig konnte noch eine zum Werkkomplex gehörende große Leinwandarbeit für die Sammlung erworben werden.

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Veranstaltungsort
Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus
Spendhausstraße 4
72764 Reutlingen
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Veranstalter
Ausstellungsplakat - Felix Droese - Schenkung Hoelderlinsäule
Der Werkkomplex Hölderlin-Säule und mit ihm zusammenhängende Arbeiten stehen im Zentrum der Ausstellung. In die 1993/94 entstandene Skulptur, die vom Künstler auch als Druckstock genutzt wurde, sind verschiedene Textfragmente eingeschnitten. In Droeses Schaffen, das in der großen Tradition des politischen Holzschnitts und gerade auch HAP Grieshabers steht, sind Bild und Wort häufig eng verflochten. Das hier eingeschnittene kurze Zitat aus Hölderlins Gedicht An die Deutschen macht die Arbeit zunächst zu einer Erinnerungssäule für den Dichter. Andere Textteile wie Geld oder Leben oder Armutszeugnisse verweisen auf andere Themenfelder, die den Künstler seit Jahren beschäftigen. Es geht um die Welt der Ökonomie und des Tauschhandels. Weitere Werkgruppen, etwa Beispiele aus der von Droese seit über zwei Jahrzehnten fortgeführten Holzdruckserie GELD, dokumentieren ebenfalls die intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Ergänzend werden neuere Holzdruck-Serien des Künstlers – teilweise mit den als eigenständige Kunstwerke behandelten zugehörigen Druckstöcken – gezeigt, so etwa Chroococcus – Vermehrung durch Teilung (2011) oder TOTUS TUUS (2012).

Felix Droese arbeitet in der Tradition seines Lehrers Joseph Beuys und der Arte povera immer mit bewusst „armen“ Materialien wie etwa kaum veränderten Fundstücken.

Kurator: Herbert Eichhorn

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und eine Edition.