Sa, 16. März bis So, 30. Juni 2019
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

malereikonkrethochdrei

Vom Bild zum Raum
Die Geschichte der Malerei kann als eine Entwicklung gelesen werden, in deren Verlauf das Bild- zum Raumerlebnis wurde. Malereikonkrethochdrei stellt zwölf international renommierte Künstler*innen vor, die diese Geschichte mitgeschrieben haben und liefert im Vergleich ihrer unterschiedlichen Konzepte von Raummalerei Schlüssel zum Verständnis der zeitgenössischen Kunst im Allgemeinen.

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Veranstaltungsort
Kunstmuseum Reutlingen | konkret
Eberhardstraße 14
Wandel-Hallen
72764 Reutlingen
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Veranstalter
Plakat zur Ausstellung "malereikonkrethochdrei"
Dabei behauptet der Titel keine rundum erneuerte Version „Malerei 3.0“, sondern nimmt Positionen konkreter Kunst in den Fokus, die den Raum ihres Ausstellungsortes thematisieren – mathematisch wären sie also weniger in Metern oder Quadratmetern zu beschreiben, als vielmehr dreidimensional in Kubikmetern.
Die Ausstellung präsentiert rund vierzig opulente malerische Werke aus den Jahren 1956 bis 2006 von denen mehrere eigens für die Architektur der Wandel-Hallen erschaffen wurden. Vielleicht sollte man sie nicht mehr Malereien (oder gar Gemälde) nennen, sondern eher Malerei-Projekte. Denn viele erscheinen als monumentale Installationen (die größte ist 52 Meter lang) und allen geht es mit unterschiedlichen Methoden und Techniken um das Projekt der visuellen Erschließung räumlicher Konstellationen. Dabei spielt der wahrnehmende Körper eine große Rolle: So muss man an einigen Werken weite Strecken entlanggehen oder nach der angemessenen Distanz suchen, während andere zur gedanklichen Konstruktion dreidimensionaler Verhältnisse auffordern. Zentral ist stets die physische Präsenz: Diese Malerei bildet nichts ab, erzählt nichts und zeigt nicht Wirklichkeit, sondern ist eine konkrete Situation. Ihr So-Sein als stoisches Gegenüber macht räumliche und zeitliche Dimensionen vor Ort erlebbar. Und durch das Zusammenspiel der Werke erweist sich der Ausstellungsparcours als Beobachtungsschule zur Justierung des eigenen Kompasses.

Beteiligte Künstler*innen: Bernard Aubertin (1934-2015, FR), Paul Uwe Dreyer (1939-2008, DE), Hermann Glöckner (1889-1987, DDR), Jon Groom (geb. 1953, UK), Gottfried Honegger (1917-2016, CH), Russell Maltz (geb. 1952, US), John Meyer (1944-2002, US), Guido Molinari (1933-2004, CA), Aurélie Nemours (1910-2005, FR), John Nixon (geb. 1949, AU), Erich Reusch (geb. 1925, DE) und Andrea Staroske (geb. 1965, DE).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag Bielefeld/Berlin.

Eröffnung: Freitag, 15. März um 19 Uhr.