Sa., 31. August 2024 bis So., 26. Januar 2025
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Gude Schaal. Mein Weg in die Malerei

Die Werke von Gude Schaal (1915–2011) seit den späten 1950er-Jahren knüpfen an die Tradition des deutschen Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit an. Die häufig aus der Erinnerung gemalten Menschen und Landschaften bilden „Anlässe für Farben“, die eine eigene künstlerische Realität ausstrahlen. Auf diese Weise erzeugen die maskenhaft anmutenden Figuren und Bildnisse sowie die vielfach menschenleeren Orte eine besondere Bildstimmung, die sich von der Alltagswirklichkeit absetzt.


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Veranstaltungsort
Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus
Spendhausstraße 4
72764 Reutlingen
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Veranstalter
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Plakat_GudeSchaal_2024

Die künstlerische Karriere von Gude Schaal ist zweigeteilt: In Altona (Hamburg) geboren, absolvierte sie ihre Ausbildung an Kunsthochschulen in Hamburg, München und Leipzig. Anschließend war sie bis Anfang der 1940er-Jahre als Illustratorin tätig. Der Krieg, ihre Heirat mit Umzug nach Reutlingen und familiäre Pflichten führten dazu, dass sie erst Mitte der 1950er-Jahre ihr künstlerisches Schaffen wiederaufnahm und ihre Werke nun mit G.S.A. – A für Altona – signierte. Nach ersten großformatigen Aquarellen eignete sie sich autodidaktisch die Ölmalerei an und arbeitete fortan in dieser Technik.

Erstmals wird das umfangreiche Lebenswerk von Gude Schaal auf drei Etagen im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus gezeigt. Frühe Märchenszenen treffen auf norddeutsche Landschaftsmotive, eindringliche Figurenbilder und Porträts in leuchtenden Farben auf Collagen, Linolschnitte und Monotypien.

Kurator*innen: Rainer Lawicki, Anna Katharina Thaler

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog im Wienand Verlag mit Beiträgen von Julia Berghoff, Rainer Lawicki, Gude Schaal und Anna Katharina Thaler.

Ein vielfältiges Programm begleitet die Ausstellung.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

EN

From the late 1950s onwards the artist Gude Schaal (1915–2011) based her artworks on the tradition of German Expressionism and New Objectivity. The people and landscapes, often painted from memory, provide “occasions for colours” that radiate their own artistic reality. In this way, the mask-like figures and portraits as well as the deserted places create a special pictorial mood that sets itself apart from everyday reality.

Schaal's artistic career is divided into two parts: Born in Altona (Hamburg), she completed her education at art academies in Hamburg, Munich and Leipzig. She then worked as an illustrator until the early 1940s. The war, her marriage, family obligations and the move to Reutlingen meant that she only resumed her artistic work in the mid-1950s and now signed her works with G.S.A. - A for Altona. After first producing large-format watercolors, she taught herself oil painting and worked from then on in this technique.

For the first time, Gude Schaal's extensive oevre is being shown across three floors in the Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus. Early fairy tale scenes meet North German landscape motifs, figure paintings and portraits in bright colors meet collages, linocuts and monotypes.

Curators: Rainer Lawicki, Anna Katharina Thaler

An extensive illustrated catalogue will be published by Wienand Verlag for the exhibition with contributions by Julia Berghoff, Rainer Lawicki, Gude Schaal and Anna Katharina Thaler.

An extensive program accompanies the exhibition.
For detailed information on the individual events, please see our calendar.

Videos mit Werkbetrachtungen auf YouTube

Begleitend zur Ausstellung erstellte Fritz Dannenmann (Reutlinger Film-Club e.V.) kurze Filmdokumentationen mit Werkbetrachtungen von Mitarbeiterinnen der Kunstvermittlung des Kunstmuseum Reutlingen, dem Kurator der Ausstellung sowie einer Autorin des aktuellen Ausstellungskatalogs „Gude Schaal. Mein Weg in die Malerei“. Sie finden die Filme hier auf dem Videoportal YouTube (externe Links):

Dr. Julia Berghoff spricht über Gude Schaals „Modepuppen“Barbara Wünsche-Kehle spricht über Gude Schaals Gemälde „Geträumte Stadt“ (1989)

Dr. Rainer Lawicki spricht über Gude Schaals Gemälde „Aktkurs“ (1997)Barbara Kreissl spricht über Gude Schaals Gemälde „Im Winter“ (2006)