KUNSTMUSEUM REUTLINGEN | KONKRET

Außenansicht Wandel-Hallen, Kunstmuseum Reutlingen konkret 2Innenansicht Kunstmuseum Reutlingen konkret
rechts: Außenansicht Wandel-Hallen, 2018, Foto: H. Kube Ventura.
links: Blick in die Ausstellung Arbeiten aus System, Kunstmuseum Reutlingen | konkret, 2018, Foto: H. Kube Ventura.

2017 nahm die Stadt Reut­lin­gen die Schen­kung um­fas­sen­der Werk­grup­pen aus den Be­stän­den der Stif­tung für kon­kre­te Kunst (ge­grün­det 1987) sowie der hoch­ka­rä­ti­gen Pri­vat­samm­lung von Man­fred Wan­del an – in deren Zu­sam­men­spiel Flo­ri­an Il­lies ein­mal den „stil­len Welt­markt­füh­rer im Be­reich der kon­kre­ten Kunst“ er­kannt hatte. Be­din­gung der Schen­ker war es, dass von die­sem wert­vol­len Kon­vo­lut aus­ge­hend in den Wandel-​​Hal­len (einer zen­tral ge­le­ge­nen ehe­ma­li­gen Metalltuch-​​ und Ma­schi­nen­bau­fa­brik) auf rund 1.000 Qua­drat­me­tern Flä­che ein neuer ei­gen­stän­di­ger Aus­stel­lungs­be­trieb eta­bliert wer­den soll. Zu die­sem Zweck grün­de­te die Stadt Reut­lin­gen einen un­ab­hän­gi­gen ge­mein­nüt­zi­gen Be­trieb ge­werb­li­cher Art (BgA), des­sen Sat­zung ins­be­son­de­re die Ver­mitt­lung kon­struk­ti­ver, kon­kre­ter und kon­zep­tio­nel­ler Kunst­for­men her­vor­hebt. Er trägt den Namen Kunst­mu­se­um Reut­lin­gen | kon­kret und ist or­ga­ni­sa­to­risch dem Kunst­mu­se­um Reut­lin­gen an­ge­glie­dert.

Seit sei­ner Grün­dung pro­fi­liert sich das Kunst­mu­se­um Reut­lin­gen | kon­kret unter der Lei­tung von Dr. Hol­ger Kube Ven­tu­ra ei­ner­seits durch Samm­lungs­aus­stel­lun­gen wie Arbeiten aus System (2018), Malereikonkrethochdrei (2019) und Gläserne Härten. Konkrete, generative und sonisch visionäre Kunst (2020), die the­ma­tisch fo­kus­sier­te Quer­schnit­te prä­sen­tie­ren. An­de­rer­seits zeich­net sich das Pro­gramm durch Ein­zel­aus­stel­lun­gen in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ter Künst­ler wie etwa des Spa­ni­ers Igna­cio Uri­ar­te (2019) oder des Bel­gi­ers Peter Bug­gen­hout (2020) aus, sowie durch Grup­pen­aus­stel­lun­gen mit punk­tu­el­lem Samm­lungs­be­zug wie An Ort und Stelle – Fotografie des Gegenwärtigen (2019/20), die je­weils an­de­re, zeit­ge­mä­ße Neu­fas­sun­gen des Be­griffs „kon­kre­te Kunst“ vor­schla­gen. Somit wird er­forscht, wie in der ge­schenk­ten Samm­lung an­ge­leg­te Ent­wick­lungs­li­ni­en ihre Fort­set­zung in der Kunst der Ge­gen­wart fin­den.